Aktuelle Ausgabe

Südtirol

Alles außer gewöhnlich!

Südtirol (oder auf Italienisch »Alto Adige«): Das klingt für die meisten nach viel Sonne, reifen Äpfeln, vollmundigem Wein und gutem Essen. Nicht so sehr nach Paddeln. Und so lassen viele, die auf dem Weg an die Soča, nach Osttirol oder an den Gardasee sind, die Flüsse zwischen Meran und Bruneck unbeachtet hinter sich. Sie ahnen nicht, was ihnen entgeht!

Denn in den Tälern rauscht es gewaltig, mal wild, mal ruhiger. Und so hat man fast das ganze Jahr das Vergnügen, auf Gletscherflüssen quasi unter Palmen zu paddeln – da wo einst gekrönte Häupter flanierten und auch heute, dank eines kleinen Vereins, Europas König der Paddler gekrönt wird. Und so waren Lorenz Eberle und seine Mitstreiter in diesem Jahr einfach drei Mal dort, um zu paddeln, zu genießen und um eben einen König zu krönen.

Text: Lorenz Eberle / Bilder: Lorenz Eberle, Daniel Klotzner

Das erste Mal Südtirol

Nach einer ruhigen Juni-Nacht , einem phantastischen Sonnenaufgang auf dem Flüelapass fahre ich ein Stück durchs Inntal, dann über den Ofenpass in Richtung meines Ziels – Italien, sorry, in Südtirol. Dass man hier auf diesen Unterschied, auf meist angenehme Weise, großenWert legt, habe ich vorher zwar schon gehört, aber es live zu erfahren, ist dann eben doch etwas anderes. Und so bestelle ich in Glurns, einer sehenswerten, gut erhaltenen, mittelalterlichen Stadt mein Gelato eben auf deutsch. Sehr lecker! Zumindest diese Gemeinsamkeit gibt es also zu Italien.

Ich erreiche das Tal der Etsch. Die Straße schlängelt sich am Fluss entlang in Richtung Meran. Apfelplantagen und kleine Städte liegen auf meinem Weg. Bald darauf liegt Meran hinter mir und ich schlängele mich das Passeiertal hinauf. Das wird landwirtschaftlich, vor allem aber touristisch intensiv genutzt. Die sich am Berghang, hoch über der Passer, schlängelnde Straße ist für den Verkehr nicht konzipiert und so geht es nun etwas langsamer voran.

Nach St. Leonhard wird es dann schlagartig ruhiger und alpiner. Die Passer sucht tief unterhalb der Straße ihren Weg durch den Felsen und hat eine imposante Schlucht geschaffen. Immer höher geht es hinauf, bis ich die kleine Ortschaft Moos erreiche. Die liegt auf einem sonnigen Plateau und strahlt Ruhe und Frieden aus. Ganz anders als mein Magen. Den habe ich beim Bestaunen der Landschaft fast völlig vergessen und nun fordert er sein Recht.Mit Hilfe einer wirklich guten Pizza kann ich schnell Abhilfe schaffen. Eine weitere Parallelität zu Italien.

Dann lasse ich mir noch den Weg zum Festgelände erklären. Dort möchte ich Freunde treffen, die hier »King of the Alps« organisieren und die ich zum größten Teil bisher nur per Mail bzw. vom Telefon kenne. Verrückte neue Kommunikationswelt!

Das Gelände liegt ruhig in der Sonne und selbst mit viel Phantasie kann man nicht erahnen, wie sehr sich das in den nächsten Tagen ändern wird. Ich schließe schnell Bekanntschaft, man versteht sich auf Anhieb gut. Kaum angekommen, geht es dann schon weiter. Luca erklärt mir, dass er am Start für die Qualifikationsstrecke noch etwas zu erledigen hat.Mir soll es recht sein. Besser als mit einem Local kann man die Gegend ja nicht erkunden.

Den vollständigen Beitrag lesen Sie in der Ausgabe 01/2017.

Jetzt im Online-Shop bestellen »

Share