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Die Schwarzach – Wildbach im Osttiroler Defereggental

Ein Wildwasserurlaub in den Lienzer Dolomiten ist immer wieder Abenteuer und Erholung zugleich. Leichtes bis mittelschweres Wildwasser auf Isel, Drau und den kleineren Wildbächen der Umgebung wecken schon bei der Anfahrt Vorfreude auf die geplanten Touren. Jan-Peter Reichardt war erneut in Osttirol mit dem Kajak unterwegs. Im Folgenden beschreibt er seine Erlebnisse auf der Schwarzach, einem ursprünglichen Wildbach im Defereggental.

Osttiroler Landeshauptstadt Lienz wurden bereits in einem Revierbericht im kajak-Magazin 2/2009 ausführlich beschrieben, trotzdem gibt es in den Tälern rundherum auch weiterhin noch einiges zu entdecken. So bogen wir im Juli 2009 auf der Suche nach persönlichen Erstbefahrungen in Huben im mittleren Iseltal einmal links ab auf die Landesstraße 25, die in Serpentinen hoch ins Defereggental führt. Tief unten tost die Schwarzach (auch bekannt als Defereggenbach) durch die extrem schwere Endschlucht, die erst vor wenigen Jahren durch ein Team um den Extrempaddler und Rheinfallhauptrouten-Erstbefahrer Schorschi Schauf erfolgreich befahren wurde. Ehrfurchtsvoll blicken wir nach unten, wo man wenig vom Bach sieht, dafür aber umso mehr von ihm hört.

Das ist nichts für uns, wir suchen für unser kleines Abenteuer einen Fluss im mittleren Schwierigkeitsgrad, ohne ständige Adrenalinstöße bei der Befahrung. So etwas soll es in diesem Tal auch geben – steht zumindest im DKV-Auslandsführer für Österreich, der »Bibel für Wildwasserfahrer«.

Beschreibung

Die Schwarzach ist ein weitgehend naturbelassener Wildbach in Osttirol, der von Alberschwende aus durch das Defereggental fließt und in die Isel mündet. Das Defereggental ist das mittlere der drei osttiroler Hochgebirgstäler mit Ost-West-Verlauf (die Nachbartäler Pustertal und Virgental verlaufen parallel). Es liegt im Nationalpark Hohe Tauern und ist umschlossen von Bergen des Defereggengebirges, der Rieserfernergruppe, der Lasörlinggruppe und der Schobergruppe.

Befahrung

Die Schwarzach wird nicht von Gletschern gespeist, daher ist die Wasserfarbe in der Regel auch im Hochsommer sehr klar. Die besten Wasserstände für eine Befahrung gibt es naturgemäß im Frühjahr zur Schneeschmelze und im Sommer nach Regenfällen. Ein guter Pegel für eine Befahrung der beschriebenen Strecke liegt zwischen 50 und 80 cm in Hopfgarten. Die hier gezeigten Bilder entstanden bei einem Wasserstand von 61 cm. Da die Straße immer dicht am Fluss verläuft, kann man sich schon bei der Anfahrt einen ersten Eindruck vom Charakter des Defereggenbachs verschaffen. Für die Befahrung sollte man Boote mit nicht zu wenig Auftrieb (Creeker oder Riverrunner) bevorzugen, Spielboote sind für den Defereggenbach nicht geeignet.

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Einen ausführlichen Bericht und weitere Tourenvorschläge lesen Sie in Ausgabe 05/2010 des kajak-Magazins.

 

 

 

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