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Faszination Spreewald

Urwaldfeeling in Brandenburg

Angeblich ging einem Bauern einst der Ochse durch und er pflügte mit dem Karren wild durch den umliegenden Boden. Das ist natürlich nur eine Legende – doch im Spreewald erzählt man sie sich gern, wird diese Region südlich von Berlin doch tatsächlich von unzähligen Wasserwegen durchzogen. Anna Rettig ist in dieses Paddelparadies eingetaucht.

Irgendwas muss den Ochsen extrem verärgert haben. Vielleicht hat er sich auch furchtbar erschreckt, so genau weiß man das nicht. Jedenfalls ging das massige Tier auf einmal durch und raste wie wild umher. Weil er den Karren aber noch hinten angebunden hatte, pflügte der Ochse statt gerader Furchen ein wildes Gewirr an Schneisen in den Boden.

Wahr ist diese Geschichte wohl sicher nicht, sondern nur eine Legende. Doch die erzählen die Menschen im Spreewald gern, wenn man sie auf die Entstehung dieser ungewöhnlichen Landschaft anspricht: Immerhin durchströmen unzählige schmale und breitere Wasserarme diese Gegend rund 100 Kilometer südlich von Berlin und machen den Spreewald so zu einer idealen Region zum Paddeln.

»Im gesamten Spreewald haben wir mehr als 1.200 Kilometer Wasserarme, davon sind 475 befahrbar«, berichtet Martin Richter, der in Lübbenau aufwuchs und nun mit seiner Familie einen Kajakverleih betreibt. »Das Tolle ist dabei auch, dass man immer wieder eine andere Route nehmen kann und so nie zwei Mal dieselbe Strecke fahren muss.« Langweilig werde es daher für ihn nicht, auch wenn er hier seit seiner Kindheit viel mit dem Kajak unterwegs ist. Dann schiebt er auch schon die Boote ins Wasser und los geht‘s.

Text/Bilder: Anna Rettig

Den vollständigen Beitrag lesen Sie in der Ausgabe 05/2017.

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